Die Sitzungen und Maskenbälle der Perkeo-Gesellschaft fanden in den Jahren von 1907 bis 1914 im Hotel Metropol, Konzerthaus Rodensteiner, Harmonie, Weinstube Dorner, Zum Pfälzer, im Bürger-Casino "Prinz Max" und in der Brauerei Ziegler statt. 1909 erklärte der Hohe Elferrat in einer Anzeige im Heidelberger Tageblatt, dass sie die Lebensfähigkeit genügend bewiesen haben. Dr. Dietrich als Präsident und künstlerischer Leiter gab der jungen Gesellschaft sein Gepräge.

Der Mitbegründer Dr. Dietrich um 1907Im Jahre 1910 veranstaltete die Stadt im Zusammenwirken mit dem Stadttheater unter dem Protektorat des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Wilckens ihren ersten öffentlichen Bühnenball zugunsten der Wohlfahrt alternder Künstler und darf deshalb als Vorgänger der in den 30er Jahren abgehaltenen Heidelberger Bühnen-Bälle und des heutigen TRABÜH Balles der Kurpfälzer Trabanten Heidelberg angesehen werden. Die Perkeo-Gesellschaft bedankt sich wieder mal in einer Anzeige bei ihren Gönnern und Freunden für die Saison 1910: Der Ausbruch des ersten Weltkrieges machte der Feier der Fasnacht für längere Zeit ein Ende. Die Perkeo-Gesellschaft behielt während des Krieges einen gewissen Zusammenhalt durch die Betreuung ihrer im Feld stehenden Mitglieder. Der Ausgang des Krieges aber schien den Pessimisten Recht geben zu wollen. Die Berliner Regierung und die städtischen Behörden standen dem Karneval ablehnend gegenüber und es kam 1919 zu einem Verbot des Festes, das bei der allgemeinen Stimmung der Bevölkerung kaum notwendig gewesen wäre.

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