Karl Klebes und Ludwig Geier mit Standarte Heidelberg blieb bis auf wenige Häuser und seinen Brücken im Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört. Kleinere Veranstaltungen 1948 in dem heute nicht mehr bestehenden Hotel "Kurpfalz" regten die Wiederaufnahme der Perkeo-Gesellschatt an. Bis dahin war es fast immer ein loses Zusammenfinden an Stammtischen und auch in Vereinen, aus denen in der Fasnachtszeit improvisierte karnevalistische Sitzungen wurden.

Am 6. Januar 1949 wurde die "Große Perkeo-Carneval-Gesellschaft" im Hotel "Kurpfalz" wieder gegründet. Alte und neue Mitglieder sammelten sich unter der Führung Ludwig Krahforsts und ließen die Fasnacht in Heidelberg untere folgender närrischer Weisheit wieder entstehen:

"Wer nur Trübsal bläst im Leben,
Ach, der ist ein armer Tor
Glücklich aber wem gegeben
Pfälzer Frohsinn und Humor".

 	Standartenüber- reichung im Odeon-Keller im Februar 1949Das Motto von 1930Kaspar Schweikart, Oskar Rauscher, Ludwig Klein, Karl Klebes, Karl Dietrich, Albert Hagmeier, August Dietzsch, um nur einige zu nennen, gaben dem Wiederaufbau Form und Rückgrat.

Nach den ersten Prunksitzungen im Odeon Keller, in dessen Humor sich auch die Besatzungsmacht lächelnd hineinfand, wagte sich die Fasnacht 1949 wieder schüchtern auf die Straße und das bei Regen und Sturm. Zur Kappenauffahrt am Fasnachtsdienstag zogen zehn Reiter in Kostümen, drei Wagen der Perkeo-Gesellschaft, ein Wagen des Stadttheaters und Fanfarenbläser durch die Hauptstraße. Hierbei entstand das Motto: "Elf Narren machen eine Stadt verrückt".

Damit aber nicht genug. Das Jahr 1949 sollte einen besonderen Höhepunkt der Perkeo-Gesellschaft bringen. Die Pflege des althergebrachten, heimatlichen Brauchtums veranlasste sie, am 17. September 1949 im "Goldenen Falken" ihren ersten Nadler-Abend zu gestalten. Es war ein großes Heimatfest von echt Pfälzer Art das auch von der Heidelberger Presse ausgiebig gelobt wurde.

 

Kutsche beim Fastnachtszug 1949

 

Perkeo gibt "Miss Safe" den Ehrentrunk.

Im Oktober hatte Klebes Perkeo, wie er von vielen schon liebevoll genannt wurde, eine besondere Pflicht zu erfüllen. Zusammen mit dem Prorektor der Heidelberger Universität durfte er ganz offiziell die erste Kuh vor dem Portal der Uni begrüßen. Sie war die erste von insgesamt 1200 Kühen die von Amerika nach Deutschland geschickt wurden um die Not zu lindern. Perkeo reichte „Miss Safe“ den Ehrentrunk direkt aus der Flasche.

1950 - Ludwig Steinbrenner wird 1. Vorsitzender der Gesellschaft. Die Perkeo-Gesellschaft beginnt mit Veranstaltungen und Prunksitzungen im Odeon-Keller in der Hauptstraße. Oskar Rauscher hat seinen ersten Auftritt als Büttenredner.

1951 - Oskar Rauscher schreibt das „Sume-Lied“ für den ersten Heidelberger Sumezug. Helmut Reichmann schreibt die Melodie die zu einer Art Nationalhymne für die Heidelberger Fastnacht wurde. Maskenbälle wurden zum ersten Mal wieder nach dem Krieg in der Klingenteichturnhalle abgehalten.

  

1952 - Die US-Verwaltung gibt die besetzte Heidelberger Stadthalle wieder für Veranstaltungen frei. Am 11.02.1952 findet die erste „Große Prunk-und Fremdensitzung unter dem Motto: „Heidelberg = Geld herbei statt“. Als besondere Ehrengäste wird das Mannheimer Prinzenpaar durch Sitzungspräsident Karl Klebes empfangen. Der Mannheimer Prinz Karl Ernst, als Karl III von Tabaconien ist der Großonkel von Thomas Barth. Die Arbeitsgemeinschaft Heidelberger Karnevalsvereine wird unter der Führung der Perkeo-Gesellschaft gegründet. Werner J. Braun wird erster Vorsitzender des HKK. Zum ersten Mal veranstaltet die Perkeo-Gesellschaft einen Silvesterball in der Stadthalle auch Maskenbälle und die „Pfälzer Kerwe“ finden wieder in der ausverkauften Stadthalle statt.

1953 - Höhepunkt der Fastnacht 1953 war die „Große Prunk-und Fremdensitzung in der Stadthalle mit anschließendem Mitternachtsball. Über 800 „Fröhliche Hessen“ kommen mit einem Sonderzug des Darmstädter Echos zu Veranstaltungen der Perkeo-Gesellschaft. Am Fastnachtsdienstag organisiert die Perkeo-Gesellschaft nach dem Fastnachtszug in der Stadthalle den ersten Heidelberger „Sume-Ball“. Perkeo Karl Klebes und Walter Marschall haben die Idee einen Fanfarenzug zu gründen.

 

 

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