Barth und Pichler spielen sich grandios die Bälle zu Es ist eine klamaukige Komödie, die der populäre Dramatiker Neil Simon 1972 für den Broadway schrieb – und doch besitzt „Sonny Boys“ auch viel Tiefgang. Die Zuschauerwaren also ziemlich gespannt,wie das Perkeo-Volkstheater den Stoff auf die Bühne bringen würde. Denn zum ersten Mal wurde da ein Stück gespielt, das nicht „Perkeo“ Thomas Barth selbst geschrieben hatte.
Meisterwerke-Serie (91): Das Große Fass als Symbol pfälzischer Lebensfreude Was war das für ein Gesöff, von dem Perkeo angeblich 20 Liter pro Tag trinken konnte? Das ist schon mitWasser schwierig und zählt zu den vielen Legenden, die um den kleinwüchsigen Kerl ranken. Der trinkfreudige Hofnarr aus Tirol, der sich für die verbalen Giftspritzen seiner Mitmenschen mit einem Fuchsschwanz, der einem aus einem Hölzkästchen entgegenspringt und erschreckt, revanchierte, hatte es in Heidelberg zum Mundschenk und Hofmeister gebracht. Er gehörte zu den Künstlern, die Kurfürst Karl Philipp aus Innsbruck mitgebracht hatte, als er 1718 das ramponierte Heidelberger Schloss bezog. Bald zog er weiter in die neu erbaute Mannheimer Residenz.
"Verzweifelte Hausfrauen" ließen Theaterchef zum Mitakteur werden Die vor Elan strotzenden Aktiven der Perkeo-Gesellschaft haben zum Auftakt des Jubiläumsjahres auf den Brettern der Stadtischen Bühne funkelnde Sterne in den Fastnachtshimmel abgefeuert. Was vor 99 Jahren begann, ein Techtelmechtel der Karnevalisten mit den Musenkindern, wuchs sich beim traditionellen Theater-Abend Perkeos vor vollem Haus zu einem Glanzlicht aus. Ein Glanzlicht, das sogar den neuen Intendanten Peter Spuhler und den jungen Generalmusikdirektor Cornelius Meister sichtlich entzückte.
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