Donnerstag, 17 November 2016 19:55

Perkeo Jubiläumssitzung 2017

Selbst  Doris Day ließ „Perkeo“ grüßen
Stimmungsvolle Prunksitzung der Perkeo-Gesellschaft in der wiedereroberten Stadthalle – Bewährte Büttenkanonen aus nah und fern
 
Publiziert in Ankündigungen
Dienstag, 15 November 2016 21:00

Der lustigste Bürgermeister aus dem Umland

John Ehret wurde zum Ehrensenator der Perkeo-Gesellschaft Heidelberg ernannt.

-von Thomas Seiler-

Mauer/Heidelberg. Bürgermeister John Ehret strahlte am Vorabend des Elften Elften bei der Ernennung zum Ehrensenator der Perkeo-Gesellschaft Heidelberg über das gesamte Gesicht. Denn der Humor, den der Vorsitzende und Ehrensitzungspräsident Thomas Barth vermittelt, begeisterte ihn schon beim Heidelberger Herbst anno 2014, wie er sagt. Die damalige gute Laune während des Bürgermeisterrundgangs stieß bei Barth, der damals wie die vielen Jahre zuvor als "Perkeo", nämlich als Symbolfigur der städtischen Fastnacht, auftrat, auf sofortige Gegenliebe. "Das war der lustigste Bürgermeister aus dem gesamten Umland", erinnerte sich Barth bei der Ernennung im Heidelberger Prinz Carl an die für ihn wegweisende Begegnung.

Deshalb lag es für das gesamte Präsidium der Perkeo-Gesellschaft auf der Hand, "diese Persönlichkeit, die das Herz an der richtigen Stelle hat, für uns als Ehrensenator zu gewinnen", so Barth gegenüber der RNZ. Logischerweise ging es 45-jährigen gebürtigen Karlsruhers, der damit den Kreis auf 145 Ehrensenatoren erhöht, recht launig zu. Denn zuvor musst er einen Fragebogen beantworten, in dem es beispielsweise auch um die Hutgröße ging. "Das ist sehr wichtig", weiß Barth, denn nach dieser Angabe wurde die neu entwickelte Narrenkappe für jeden Ehrensenator passgenau hergestellt. "Schließlich feiern wir 2017 zehn mal elf Jahre Perkeo-Fastnacht" betonte Barth.

Man erfuhr zusätzlich vom ehemaligen Beamten des Bundeskriminalamts auch den Lieblingswitz, das erste Fastnachtserlebnis, das "auf die Straßenfastnacht in Mainz und Köln" zurückgeht, oder mit den Dampfnudeln das Lieblingsessen. DAs größte Hobby des Mauermer Orstoberhauptes, "Bürger glücklich und zufrieden zu machen", löste natürlich bei den närrischen Gästen riesigen Beifall aus. Und dass er die Mitgliedschaft "in sämtlichen Vereinen der Gemeinde" besitzt und obendrein bei einigen auch im Vorstand Verantwortung trägt, legte er genauso offen wie sein Engagement für die Freien Wähler im Kreistag. "Zum regulären Fastnachtsbeginn am 11. November hätte ich keine Zeit gehabt zu kommen, denn da geht das örtliche Geschenk vor", betonte Ehret seine Heimatverbundenheit.

Da kam natürlich der Perkeo-Gesellschaft jeder Umstand entgegen, dass just zu diesem Zeitpunkt im Prinz Carl eine Hochzeit stattfand und an die Eröffnung der Kampagne einen Tag früher ansetzte. "Da haben wir im Prinzip zweimaliges Glück", betonte Barth. Denn "Jetzt sind es sogar 111 Tage bis Aschermittwoch."

Publiziert in Zeitungsartikel
Dienstag, 15 November 2016 19:35

Zum 110. Geburtstag eine Ordens-Sonderedition

Ehrenabend der Perkeo-Gesellschaft – Neue Ehrensenatoren und Lustige Rätinnen ernannt

Altstadt. (ths) „Perkeo“ Thomas Barth mutierte fast zum Zahlenkünstler. Der Vordenker der Perkeo-Gesellschaft jonglierte beim Ehrenabend im Prinz Carl mit vielen Zahlen, um jedem die „zehn mal elf Jahre“ seiner Vereinigung plastisch vor Augen zu führen. Demnach existiert die anno 1907 gegründete Narrengesellschaft über 40 000 Tage und noch enger gerechnet knapp eine Million Stunden oder über drei Milliarden Sekunden. Zwar gab es für dieses 110-jährige Jubiläum ausschließlich an diesem Abend eine Sonderedition des als Strahlenkreuz geformten Ordens, der sich am kommenden Freitag beim Ordensfest im Pfaffengrunder Gesellschaftshaus in etwas anderer Farbe darstellt. Aber richtig gefeiert wird erst der 111. Geburtstag in der nächsten Kampagne.

Dennoch ließ es sich Barth nicht nehmen, ganz tief in der historischen Perkeo-Kiste zu schürfen. Das Auditorium erfuhr, dass 22 Narren den Verein aus der Taufe hoben und danach einen Prinzen nebst Prinzengarde ins Leben riefen. Die Gestalt des Perkeo, die seit 1935 Symbolfigur der Heidelberger Fastnacht ist, kam erst 1929 hinzu und Barth selbst schlüpfte vor 17 Jahren als vierter Darsteller in das Gewand des Knopfmachers aus Salurn, und das zusätzlich zum Amt des Vorsitzenden und Sitzungspräsidenten. Seit 33 Jahren führt er mittlerweile die Sitzungen und dafür erhielt er an diesem Abend die Sonderstufe des Perkeo-Verdienstordens mit Eichenlaub und acht Brillanten. „Dieser Orden motiviert mich noch mehr, mit aller Kraft euch und der Heidelberger Fastnacht zu dienen“, bedankte er sich und schloss auch Heiner Pfeifer mit ein, der bis zur letzten Kampagne 17 Jahre lang als loyaler Adjutant und unermüdlicher Zeremonienmeister des „Perkeo“ wirkte und für sein „beispielloses Lebenswerk“, das 63 Jahre aktive Fastnacht umfasste, beim Abschied den elften Hofnarrenorden empfing.

Die Adjutantenfunktion führt bekanntlich eine Ehrengarde fort, von Barth sofort als „Escortservice“ betitelt und mit der Figur des Oberst Böckl gekrönt. Jene füllt Willi Gießer aus, der nicht nur deshalb neben dem stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Ziegler und Schatzmeisterin Brigitte Horn den Verdienstorden in Gold bekam. Bronze gab es für Mathias Hothum, Bernd Fuchs, Peter Schlör, Jasmin Göbes, Renate Steins, Annette Trabold, Barbara Dyroff-Siegmund, Philipp Schell und Otto Wickenhäuser. Da Rosemarie Daniel seit einiger Zeit die Perkeo-Perücke hegt und pflegt, versetzte Barth sie in den Stand einer „hofnärrischen Haarstylistin“, während er den musikalischen Leiter des Perkeo-Fanfarenzugs, Klaus Janeck, zum Ehrenmitglied ernannte. Alle erhielten übrigens zusätzlich eine neue Narrenkappe, die mit ihrer Farbenpracht an jene aus den Gründertagen erinnert.

Auf 145 schnellte die Zahl der Ehrensenatoren, die als tragende Stützen der Gesellschaft zu werten sind. Zuvor per Fragebogen geoutet, erfuhr man beispielsweise auch den Lieblingswitz, von denen Barth einige kurzerhand auf den „Schmutzigen Donnerstag“ verschob. Neu in dem Kreis sind Christof Hettich, John Ehret, Manuel Steinbrenner, Karl Hofstätter, Stephan Schmitt, Michael Hoffmann, Tilo Müller, Oliver Wolf, Florian Friedrich und Berthold Quast. Als Lustige Rätinnen fungieren Ulrike Blaschke, Kim Boyne, Sabine Seidel und Christiane Wolf.

Heidelberger Nachrichten vom Dienstag, 15. November 2016

Publiziert in Zeitungsartikel
Montag, 08 Februar 2016 09:00

Messerscharfe Dialoge mit viel Witz

Barth und Pichler spielen sich grandios die Bälle zu 

Es ist eine klamaukige Komödie, die der populäre Dramatiker Neil Simon 1972 für den Broadway schrieb – und doch besitzt „Sonny Boys“ auch viel Tiefgang. Die Zuschauerwaren also ziemlich gespannt,wie das Perkeo-Volkstheater den Stoff auf die Bühne bringen würde. Denn zum ersten Mal wurde da ein Stück gespielt, das nicht „Perkeo“ Thomas Barth selbst geschrieben hatte.

Publiziert in Zeitungsartikel
Samstag, 20 Februar 2016 09:00

Na dann, prost!

Meisterwerke-Serie (91): Das Große Fass als Symbol pfälzischer Lebensfreude

Was war das für ein Gesöff, von dem Perkeo angeblich 20 Liter pro Tag trinken konnte? Das ist schon mitWasser schwierig und zählt zu den vielen Legenden, die um den kleinwüchsigen Kerl ranken. Der trinkfreudige Hofnarr aus Tirol, der sich für die verbalen Giftspritzen seiner Mitmenschen mit einem Fuchsschwanz, der einem aus einem Hölzkästchen entgegenspringt und erschreckt, revanchierte, hatte es in Heidelberg zum Mundschenk und Hofmeister gebracht. Er gehörte zu den Künstlern, die Kurfürst Karl Philipp aus Innsbruck mitgebracht hatte, als er 1718 das ramponierte Heidelberger Schloss bezog. Bald zog er weiter in die neu erbaute Mannheimer Residenz.

Publiziert in Zeitungsartikel
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