Mathias Schiemer führte die Lustigen Rätinnen durch die frisch sanierte Heidelberger Stadthalle und zeigte die Neuerungen. Perkeo Thomas Barth restaurierte 244 historische Stühle. Dank großzügiger Spenden erstrahlt das Konzerthaus in neuem Glanz.t.
Heidelbergs Stadthalle erstrahlt in neuem Glanz
Lustige Rätinnen entdecken sanierte Stadthalle
Mathias Schiemer führte die Lustigen Rätinnen durch das Konzerthaus/Stadthalle
von Birgit Sommer
Es habe sich fast nichts verändert beim Umbau der Stadthalle, sagte Mathias Schiemer, der Chef von Heidelberg Marketing und Perkeo-Ehrensenator, als er die Lustigen Rätinnen ganz persönlich durch das Haus führte, das im Februar 2026 wiedereröffnet worden war. Doch dann zeigte er das Neue: etwa die Handläufe, die aktuellen Vorschriften gehorchen müssen, die Rundbar im Foyer, die mehr Anlaufstationen und damit mehr Umsatz ermöglicht als die alte Bar vor dem Konzertraum, die freigelegten Eingänge zum Saal, die Aufzüge, die bunten Fenster aus dem ehemaligen Restaurant im Merian-Saal aus dem Jahr 1903, die kürzlich nebenan aufgestellt wurden.
Den größten Kampf mit dem Denkmalamt habe die Stadt wegen des neuen Bypasses mit Blick zum Neckar führen müssen, meinte Schiemer. Dieser wurde ganz neu eingerichtet und erlaubt einen Durchgang zum Merian-Saal auch während der Veranstaltungen. Und weil es ihn gibt, hat man auch rechtzeitig festgestellt, dass der Statiker die Last der Empore 1903 falsch berechnet hatte. Sie musste zum Schluss noch stabilisiert werden. Auch der Balkon zum Montpellier-Platz hin war einsturzgefährdet und wurde erneuert.
„Jede Leitung wurde neu gelegt, bis zu zehn Farbschichten haben Maler und Restaurateure an den Wänden abgetragen“, berichtete der Marketing-Chef. Er erwähnte die Bilder am Giebel des Kammermusiksaals, die man hinter Regalen versteckt gefunden hatte, und die wieder sichtbaren Intarsienarbeiten an den hohen Türen. „Einer der schönsten Säle“, erklärte Schiemer.
Er lenkte die Blicke auf die schönen und bequemen neuen Sessel, die in allen Räumen stehen können, und die neuen Thonet-Stühle im großen Saal. „Perkeo“ Thomas Barth hatte die 244 originalen Stühle auf der Empore selbst renoviert: „Wir haben vier Hakenkreuze und 250 Kaugummis entfernt“, erklärte er dazu. Zum Schluss, so hieß es, waren 33 Schreiner auf der Empore beschäftigt.
Natürlich erwähnte Schiemer auch die großzügige Unterstützung der Familie Marguerre und deren Firma Octapharma, ohne die das Millionenprojekt der Sanierung nicht möglich gewesen wäre. Dass das Konzerthaus Stadthalle günstiger zu mieten sei als jedes andere Haus in Deutschland, betonte Mathias Schiemer ebenfalls, der Saal selbst für 4900 Euro, das ganze Gebäude für 9000 bis 10 000 Euro netto. Das geht sogar für Abi-Bälle – und natürlich für die nächste Perkeo-Prunksitzung am 31. Januar 2027.