Locker vom Hocker

Stefanie Jansen führte 13 „Lustige Rätinnen“ der Perkeo-Gesellschaft durch das Heidelberger Rathaus und gab Einblicke in ihre Arbeit als Sozialbürgermeisterin. Mit Charme erklärte sie Abläufe, Herausforderungen und Entscheidungsprozesse sowie ihren Arbeitsalltag. Themen waren u. a. lange Verfahrenszeiten, Bürgernähe und geplante Veränderungen in ihrem Dezernat.

 

Lustige Rätinnen im Heidelberger Rathaus
Bürgermeisterin Stefanie Jansen zeigte ihren Arbeitsplatz
Alles locker vom Hocker

 

Stefanie Jansen führte die Lustigen Rätinnen durchs Rathaus

Ein Bericht von LR Birgit Sommer

Wie sieht es im Rathaus aus und welche Aufgaben hat eine Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit? Die „Lustige Rätin“ Stefanie Jansen erklärte 13 weiteren Lustigen Rätinnen der Perkeo-Gesellschaft mit viel Charme und Esprit, wie sie ihr eigenes Dienstzimmer eingerichtet hat, warum das Ende der Ratssitzungen auf 21 Uhr festgesetzt wurde, wieso in Heidelberg alles so lange dauert, warum sie manchmal auf einem Hocker steht und dass Standesbeamte vor Trauungen klären müssen, ob die Hochzeiter bei Sinnen sind.

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Seit fünf Jahren ist Stefanie Jansen Sozialbürgermeisterin auf Vorschlag der SPD. In drei Jahren steht ihre Wiederwahl an. Dass sie unheimlich fleißig ist, sehen die Heidelberger an den zahlreichen Terminen, die sie in der Öffentlichkeit wahrnimmt. Ihr Arbeitstag, so Stefanie Jansen, dauere oftmals 14 Stunden. Sie sei gerne ansprechbar für alle, betonte die Bürgermeisterin und beantwortete gleich auch alle Fragen.

Im Rathaus zeigte sie unter anderem das Bürgeramt Altstadt, wobei sie die Frage in den Raum stellte, ob sich die Stadt angesichts ihrer finanziellen Lage diese Einrichtungen in den Stadtteilen noch lange leisten könne. Wie Sitzungen ablaufen, erklärte Stefanie Jansen im Neuen Ratssaal. Angesichts der vielen Fraktionen in Heidelberg habe es die Verwaltung mit vielen verschiedenen Wünschen, Arbeitsaufträgen und Meinungsvielfalt zu tun, was oft zu Verzögerungen der Entscheidungen führe. Jansen kündigte auch an, dass die Ämter ihres Dezernats bis 2028 im ehemaligen Telekom-Gebäude an der Eppelheimer Straße konzentriert werden.

Sie selbst wird wohl im Rathaus bleiben, aber zu festen Terminen in ihrem Dezernat erreichbar sein. „Ich liebe mein Büro“, sagte Stefanie Jansen, die sich dort mit einer klaren, modernen Einrichtung umgab, „ich lebe ja fast hier.“ Der Blick auf die Heiliggeistkirche gibt ihr Ruhe und erdet sie, wenn sie im Trubel zu versinken droht.

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Im Alten Ratssaal („Er strahlt Ehrwürdigkeit aus.“) seien alle Besucher immer sehr beeindruckt von den Stifterfenstern, den alten Öfen und der Scheintür, berichtete Jansen. Die Akustik ist dafür nicht ideal, und für Reden am Pult braucht Stefanie Jansen hier einen Hocker, damit sie als kleine Person mehr Eindruck macht.

Im Flur des Oberbürgermeister-Traktes sind Porträts der ehemaligen Chefs der Stadt zu sehen, darunter das von Beate Weber, der ersten Oberbürgermeisterin. Stefanie Jansen war viele Jahre später die erste Frau als Dezernentin im Rathaus. „Lustige Rätinnen“ der Perkeo-Gesellschaft sind sie beide, Beate Weber war die erste „Lustige Rätin“ im Jahr 2000.

Perkeo-Online

Online Redaktion Perkeo-Nachrichten.

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