Goldener & Silberner Perkeo

Fastnachtslegende Lilo Pfeifer erhält den ersten Goldenen Perkeo für ihr Lebenswerk. Vier weitere Persönlichkeiten erhielten die neue Auszeichnung in Silber.

Perkeo stiftete 2019 einen neue Auszeichnung: Den Noblen Orden des Hofnarren" In einer feierlichen Zeremonie wurden im Dezember 2019 die ersten Ordens-Dekorationen überreicht.

,,Ein bisschen Grütze unter der Mütze - ist viel nütze, doch ein fröhliches Herz unter der Weste ist das Beste“ - sol­che Reime sind typisch Lilo! Gemeint ist Lilo Pfeifer, die von der Perkeo-Gesell­schaft für ihr fastnachtliches Lebens­werk einen Orden erhielt, den Thomas Barth alias „Perkeo“, Symbol der Hei­delberger Fastnacht, stiftete. In Gold und Silber soll das gute Stück mit dem Na­men „Der noble Orden des Hofnarren“ nun jährlich verliehen werden. Weil Lilo Pfeifer so ein Goldstück ist, erhielt sie bei der Ordensfeier im „Crowne Plaza“ die höchste Auszeichnung. Die Laudatio hielt Wolfgang Heindl, Präsident des Heidelberger Karneval Komitee (HKK). 

Lilo Pfeifer war seit 1960 in der Fast­nacht aktiv, nachdem sie ihren späteren Mann Heiner (eigentlich heißt er Rein­hold) bei einem Fastnachtsball kennen gelernt hatte. Schon eine Woche später saß sie verkleidet als „Revolver-Tilly“ auf einem Mo-tivwagen, bei dem es um den „Al Capone von der Pfalz“ ging, einen Se­rieneinbrecher. Das war der Anfang ihrer Karriere. Die Gründung der Garde ,,Schwarz-Gelbe Funken“ ist mit ihr Ver­dienst, nach ihrer aktiven Zeit dort wollte sie gern Pagin von Perkeo werden und hat diesen 1978 sogar zur Steuben-parade nach New York begleitet. Lilo stieg aber auch in die Bütt. Unter anderem mit ihrem Mann, der in der fünften Jahreszeit wie­derum lange als Adjutant von Perkeo unterwegs war, immer erfolgreich und mit viel Spaß an der Freud. Ein nobler Orden in Silber ging an Ni­cole Jäger von der Karnevalsgesellschaft der Polizei (KGP). Weil ihr Ehemann Marco dort der Sitzungs-prasident ist, hielt er auch die Laudatio auf seine An­getraute. Demnach trat Nicole mit 15 Jahren in die damalige „Seniorengarde“ ein und gründete 1990 die erste Jugend­garde. Fünf Jahre später wurde sie „Chef­trainerin“ der KGP. Sie war selbst 22 Jahre lang in der Garde aktiv und Marco war außerdem drei Jahre ihr Tanzpart­ner. Im karnevalistischen Tanzsport hat sie zahlreiche badische Meistertitel ge­holt. Seit 2011 ist sie außerdem „Lustige Rätin“ der Perkeo-Gesellschaft.

Zu dieser Riege gehört auch Sandra Detzer, Ex-Stadträtin der Grünen und seit 2016 Landesvorsitzende ihrer Partei. Sie hat ihre politischen Ämter stets mit einer Portion Humor genommen und versteht sich deshalb sehr gut mit Thomas Barth. Die beiden hatten fünf gemeinsame Jah­re im Gemeinderat. Zur Perkeo-Prunk­sitzung kam sie zusammen mit anderen Lustigen Rätinnen und Ehrensenatoren in grüner Perücke. Aber sie hatte auch schon mal mit Perkeos roter Lockenpracht ge­tauscht und war froh, das schwere Teil wieder vom Kopf nehmen zu können. Das berichtete Bürgermeister Wolfgang Er­ichson in seiner Laudatio. 
Laut Perkeo-Vizepräsident Andreas Ziegler ist RNZ-Mitarbeiter Thomas Sei­lerja eher ein „Anti-Fast-nachter“. Vielleicht gelingt es ihm gerade deshalb, Be­richte, aus der Sicht des neutralen Beob­achters zu verfassen? Jetzt hat auch er den neuen Orden in Silber an seiner Ziegelhäuser Brust.

Auch die „Drei Prinzen“ der Karne­valsgesellschaft „Feuerio“ aus Mannheim bekamen den neuen Perkeo-Orden: Ste­fan Hoock, Stefan Rinklef und Roberto Troncone. Die drei wollten nach ihrer Re­gentschaft zwischen 2004 und 2007 wei­terhin fastnachtlich aktiv bleiben, seit elf Jahren „rocken“ sie so manchen Saal in der Region.


RNZ Bericht von Karin Katzenberger-Ruf

 

 

 

 

Perkeo-Online

Online Redaktion Perkeo-Nachrichten.

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