1924

Das Karnevalsverbot wurde 1924 aufgehoben und die Verantwortlichen der Perkeo-Gesellschaft gehörten zu den Ersten die sich nach über acht Jahren wieder getroffen haben.

Heidelberg und die Welt
1924 - Wiederaufnahme des Betriebs der Heidelberger Straßen- und Bergbahn AG, Einweihung des neunen Heidelberger Rathauses, großer Umabu des Stadttheaters, Edgar J. Hoover gründet das FBI, erste Funkausstellung in Berlin und in der UDSSR stirbt Lenin. 

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Ende Dezember 1924 wurde von der Regierung das Verbot für karnevalistische Veranstaltungen aufgehoben. So konnte die Heidelberger Fastnacht, dem auch die Hauptfigur "Perkeo" nicht fehlte, in Sitzungen und Maskenbällen entfalten und der aufgestaute Hunger der Heidelberger nach Frohsinn und Lebensfreude sorgte im Verein mit der wirtschaftlichen Hochkonjunktur der Jahre 1925 bis 1928 dafür, dass er bald seinen alten Glanz zurück gewann.

Nachdem alle Verbote aufgehoben waren fand sich die Perkeo-Gesellschaft im Jahre 1925 wiederum in der Weinstube Dorner ein um als erste Karnevalsgesellschaft in Heidelberg wieder Fastnacht zu feiern. Wirt Valentin Dorner wurde wieder einige Jahre erster Vorsitzender, während Zahnarzt Dr. Dietrich nach wie vor den Veranstaltungen der Perkeo-Gesellschaft seine Note als Sitzungspräsident gab.

In ihren Sitzungen und Maskenbällen musste sich die Gesellschaft alsbald mit den lustigen Sendungen des Rundfunks, vor allem aber mit der Revue auseinandersetzen, die in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg durch Prunk, technische Beleuchtungseffekte und Tempo eine neue bevorzugte Erscheinung des Theaters war. Die Perkeo-Gesellschaft war gezwungen, von der Revue Schmiss und Tempo, Aufmachung und Technik zu übernehmen. So nimmt es nicht wunder, dass fast alle Masken- und Kostümbälle unter einem bestimmten Motto standen, und auch danach ausgestattet wurden.

Die so genannten "Eisbrecher-Abende" in der Weinstube Dorner, oder die Sitzungen "Ein Abend im Wilden Westen" im Pfälzer waren immer ausverkauft. Die Sitzung "Heidelberger Allerlei" im Konzerthaus Rodensteiner musste mehrmals wiederholt werden. Die großen Damenfremdensitzungen wurden im "Prinz Max" abgehalten.

Der Höhepunkt des Jahres 1926 bildete für die Perkeo-Gesellschaft zweifellos am Fasnachtsdienstag der in sämtlichen Räumen der Stadthalle stattgefundene große Maskenball. Mit einer feenhaften Saal-Dekoration ausgestattet, stand er unter dem Motto "Ein Seenachtsfest in Locarno". Das Jahr 1927 stand mehr im Motto der "Italienischen Nächte". Großen Erfolg hatte die Perkeo-Gesellschaft mit ihren Nachthaubensitzungen in der Harmonie und mit den verschiedenen Tiergartensitzungen und nicht zuletzt mit dem Ball "Eine Nacht in Venedig" in der Stadthalle.

Der Straßen Karneval blieb bis zum Jahre 1928 auch weiterhin verboten, aber bereits 1927 wurde am Fasnachtsdienstag eine bunte Kappenfahrt von den Karnevalsgesellschaften durchgeführt. Mit dem Jahre 1928 fielen die letzten Hemmungen und der Fasnachtsumzug lief mit großem Erfolg durch die Anlage mit dem Motto: "Das Brandenburger Tor am Wredeplatz". In einem Lied aus dem Jahr 1928 von Zahnarzt Dr. Dietrich heißt es: "O Wredeplatz, O Wredeplatz".

Der Elferrat unter der Führung von Präsident Dr. Dietrich ließ es sich auch nicht nehmen, für ein Gruppenfoto zu posieren.

Perkeo Thomas Barth

Präsident der Perkeo-Gesellschaft Heidelberg 1907 e.V.

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